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EISKANTEEishockey & Eissport

Ausrüstung

Eishockey Ausrüstung: Grundausstattung für Anfänger

Zwischen Haut und Eis liegen ein Dutzend Teile. Welche davon zuerst gekauft werden sollten, worauf es bei der Passform ankommt und was ruhig gebraucht sein darf.

Ausrüstung

Eine komplette Ausrüstung liegt in der Reihenfolge des Anziehens auf dem Hallenboden ausgebreitet, ganz rechts der Helm.
In dieser Reihenfolge wird angezogen, und in ungefähr dieser Reihenfolge wird auch gekauft.

Der Einstieg ins Eishockey scheitert selten am Können und häufig an der Einkaufsliste. Ein vollständiger Satz Ausrüstung umfasst mehr als zehn Teile, jedes davon gibt es in vier Preisklassen, und ohne Vorwissen ist kaum zu erkennen, wo sich der Aufpreis lohnt. Die gute Nachricht: die Reihenfolge ist eindeutig, und ein großer Teil darf gebraucht sein.

Was zuerst gekauft wird

An erster Stelle steht der Helm, und er ist der einzige Teil, bei dem Gebrauchtkauf grundsätzlich problematisch ist. Eine Schale, die einen harten Schlag abbekommen hat, sieht danach oft unversehrt aus und hat trotzdem an Schutzwirkung verloren. Beim Helm zählen Passform und ein geprüftes Gitter oder Visier, nicht die Marke. Er sitzt richtig, wenn er sich beim Kopfschütteln nicht bewegt und der Riemen ohne Druck schließt.

Danach kommen die Schlittschuhe. Sie sind der zweite Punkt, an dem sich Sparen rächt, allerdings aus einem anderen Grund: ein zu weiter Schuh macht jede Kante unbrauchbar. Hockeyschuhe fallen in der Regel kleiner aus als Straßenschuhe, und die Ferse muss fest sitzen, während die Zehen den Innenschuh gerade berühren. Ein Schuh, den man mit dicken Socken bequem findet, ist zu groß.

Die Reihenfolge der Anschaffung

  • Sofort: Helm mit Gitter, Schlittschuhe, Handschuhe.
  • Vor dem ersten Mannschaftstraining: Schulter-, Ellbogen- und Beinschutz, Hose, Tiefschutz, Halsschutz.
  • Später: Zweiter Schläger, eigene Tasche, Kufenschoner zum Trocknen.
  • Gebraucht unbedenklich: Hose, Schoner, Tasche, Schläger.

Der Schutz dazwischen

Schulterschutz, Ellbogenschoner, Hose und Beinschutz bilden die Schicht, die im Zweikampf und beim Sturz arbeitet. Hier gilt eine einfache Regel: die Teile müssen sich überlappen, ohne sich zu blockieren. Zwischen Hose und Beinschutz darf kein Streifen Haut sichtbar bleiben, und der Ellbogenschoner muss sitzen bleiben, wenn der Arm gestreckt wird. Ein Schoner, der beim ersten Sturz verrutscht, schützt genau dann nicht, wenn es darauf ankommt.

Der Halsschutz wird häufig vergessen und ist in vielen Ligen inzwischen Pflicht. Er kostet wenig und schützt gegen eine der wenigen wirklich gefährlichen Verletzungen im Sport. Dasselbe gilt für den Mundschutz, der zusätzlich die Belastung auf das Kiefergelenk reduziert.

Zwei Hände prüfen den Sitz eines Helms an einem Kopf, der Kinnriemen liegt locker über der Wange.
Bewegt sich der Helm beim Kopfschütteln, ist er zu groß.
Gebrauchte Schoner und Hosen hängen dicht an dicht in einem Regal, Preisschilder aus Pappe baumeln daran.
Der halbe Satz darf aus zweiter Hand kommen, ohne dass es jemand merkt.

Der Schläger

Beim Schläger entscheiden drei Größen: Länge, Härte und Biegung des Blattes. Als Anhaltspunkt reicht der Schläger im Straßenschuh bis etwa zur Nasenspitze, auf Schlittschuhen bis zum Kinn. Die Härte, oft als Flex angegeben, sollte für Einsteiger eher weich gewählt werden, weil ein zu steifer Schaft schlicht nicht gebogen wird und damit nichts von seiner Wirkung entfaltet. Die Blattbiegung ist Geschmackssache und kann warten.

Wer auf Asphalt weiterspielt, sollte einen Schläger nicht schonen wollen, sondern einen alten auftragen. Warum, steht im Text über den Sommerumstieg auf Inlinehockey.

Woran man die Passform erkennt, ohne Fachverkäufer
TeilPrüfungFehler
HelmKopfschütteln ohne BewegungRutscht in die Stirn
SchlittschuhFerse fest, Zehen berühren leichtPlatz für einen Finger hinten
SchulterschutzDeckt Schlüsselbein vollständigVerdreht sich beim Armheben
HoseÜberlappt den Beinschutz im SitzenFreier Streifen am Oberschenkel
HandschuhFinger erreichen die KuppeDaumen ohne Halt

Was danach Geld kostet

Die einmalige Anschaffung ist nur ein Teil der Rechnung. Laufend anfallen werden Schleifen der Kufen, gelegentlich ein neuer Schläger und Klebeband, das schneller verschwindet als erwartet. Der größte Posten bleibt aber die Eiszeit selbst, die je nach Halle und Liga sehr unterschiedlich abgerechnet wird.

Damit die Ausrüstung lange hält, zählt vor allem eines: nach dem Training alles auspacken und trocknen. Eine geschlossene Tasche im Kofferraum ist der zuverlässigste Weg, Schoner in einer Saison zu ruinieren. Wie oft die Kufen zurück in die Werkstatt müssen, steht im Text über den Schliff der Kufen.

Danach

Steht die Ausrüstung, geht es um die Frage, wie eine Einheit überhaupt aufgebaut ist. Der Text über den Aufbau einer Trainingseinheit beschreibt, was vor dem ersten Wechsel passieren sollte.

Und wer Material verschenken will, statt es zu kaufen, findet Anregungen bei den Geschenken für Eishockeyfans.